Über

Roman Borisov
© Marco Borggreve

Die Freiheit, die Beweglichkeit der Farben, die Länge der Bögen, wenn man so will, seines Spiels zeugen von einer absoluten Beherrschung der Klaviatur.

Concert Classic, November 2022

Der 2003 geborene Pianist Roman Borisov zählt zu den spannendsten Stimmen einer neuen Generation. Im Oktober 2022 gewann er als jüngster Teilnehmer den ersten Preis beim Kissinger Klavier-Olymp. Die Jury lobte: „[…] mit seinen hochmusikalischen, intuitiven und zugleich strukturbewussten Interpretationen von Werken Liebermanns, Beethovens, Rachmaninows, Brahms’ und Prokofjews […] bewies er bedingungslosen Gestaltungswillen und beeindruckte durch seine natürliche und stimmige Bühnenpräsenz.“

Dank einer sensiblen, musikalisch gebildeten Kindergärtnerin wurde Roman Borisov bereits im Alter von vier Jahren der legendären Klavierpädagogin Mary Lebenzon am Konservatorium Nowosibirsk vorgestellt, die ihn bis 2020 prägte. Schon bei seinen ersten Kinderwettbewerben machte er auf sich aufmerksam und erhielt u. a. ein Stipendium der Spivakov-Stiftung. Seither ist Borisov international präsent und gastierte u. a. in der Elbphilharmonie Hamburg, im Konzerthaus Berlin, beim Klavier-Festival Ruhr, beim Gstaad Menuhin Festival, im Flagey Brüssel, beim Verbier Festival, in der Wigmore Hall, im Concertgebouw Amsterdam, in der Isarphilharmonie München und im Wiener Konzerthaus.

Engagements führten ihn bislang zum Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, zum Helsinki Philharmonic Orchestra, zum Konzerthausorchester Berlin, zum Orchestre National du Capitole de Toulouse, zum ORF Radio-Symphonieorchester Wien, zum Orchestra i Pomeriggi Musicali, zum Orchestra della Svizzera Italiana, zum SWR Symphonieorchester und zur Kammerakademie Potsdam unter Dirigent:innen wie Ryan Bancroft, Kent Nagano, Bar Avni, Tabita Berglund, Ariane Matiakh, Joseph Bastian, Nil Venditti, Howard Griffiths, John Axelrod und Holly Hyun Choe.

Zu den Höhepunkten der Saison 2026/27 zählen neben zahlreichen Wiedereinladungen insbesondere Konzerte in Deutschland und auf Tournee mit dem Royal Scottish National Orchestra unter Thomas Søndergård und dem hr-Sinfonieorchester unter Roberto González-Monjas sowie Solo-Recitals unter anderem im Théâtre des Champs-Élysées, im Konzerthaus Wien und in der Philharmonie Luxembourg.

Zu seinen kammermusikalischen Partner:innen der Saison zählen das Quatuor Modigliani, die Sopranistin Erika Baikoff und der Cellist Jaemin Han mit Auftritten in der Elbphilharmonie Hamburg, im Concertgebouw Amsterdam, in der Kölner Philharmonie, im Nikolaisaal Potsdam und im Konzerthaus Dortmund.

© Marco Borggreve

2022 nahm er auf Einladung der Orpheum Stiftung Zürich gemeinsam mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Howard Griffiths die Mozart-Klavierkonzerte KV 413 und KV 415 auf, Teil einer Gesamteinspielung der Mozart-Klavierkonzerte, die 2023 bei Alpha Classics erschien. Im Winter 2024/25 erschien seine erste Solo-CD mit Werken von Franck, Godowsky und Rachmaninow bei Alpha Classics, die internationale Anerkennung fand.

Roman Borisov ist stets auf der Suche nach neuen Perspektiven und setzt sich neben dem großen europäischen und russischen Repertoire intensiv mit Komponist:innen wie John Corigliano, Ruth Crawford Seeger, Leopold Godowsky, Lowell Liebermann, Brett Dean, Grażyna Bacewicz und William Bolcom auseinander.